Was sind eigentlich Swinger?

 

 

Eigentlich kann man einfach sagen, das Swinger Paare sind, die Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern haben. Obwohl das Swingen ist meist eine Reaktion auf unsere schnelllebige und stets unbefriedigten Gesellschaft ist es keine neue „Erfindung“.

Schon die Griechen und Römer hatten, zumindest in ihren sexuell freizügigen Zeiten, Partnertausch und Gruppensex betrieben.

Unter dem Einfluss der Kirchen kam dann eine recht prüde Zeit, in der es zwar noch immer vereinzelt Gruppensex aber kaum Überlieferungen darüber gab.

In der Kaiserzeit ging es teilweise gerade in den gehobenen Kreisen recht frivol zu. Nicht nur das in der Zeit Partnertausch betrieben wurde auch die Homosexualität war noch relativ stark verbreitet, bis sie dann 1872 per Gesetz verboten wurde.

Aber dann kam mit Woodstock und der Hippiebewegung auch die „Sexuelle Revolution. Die Pille kam auf den Markt die „Freie Liebe“ wurde propagiert und das Moralgefühl der Eltern, total umgekehrt.

Auch Schwule und Lesben begannen wieder stärker für ihre Rechte einzutreten.

1969 und 1973 wurde der § 175 (der nicht nur Homosexualität unter Strafe stellte sondern sie beinahe mit Sodomie (sexuelle Handlungen mit Tieren) gleichsetzte, die mit dem selben §§ behandelt wurde, reformiert.

Erst 1994 wurde dann der § 175, endlich aus dem StGB, ersatzlos gestrichen.

Aber diese sexuelle Befreiung hatte natürlich nicht nur Vorteile, das ständige Gefühl, den Ansprüchen nicht gewachsen zu sein

Wir haben ja ständig das Gefühl, das es noch etwas mehr geben muss, also kann man beinahe sagen, dass das Swingen aus Langeweile entstanden ist. Das soll jetzt aber keine Kritik sein, auch das ist wieder der Versuch einer Erklärung, weshalb Menschen sich den "Kick" holen mit mehreren gemeinsamen Sex zu haben. Auch hier ist die Spannbreite wieder sehr groß. Es geht vom gelegentlichen Partnertausch mit einem befreundeten Paar, über regelmäßige größere Treffen, bis hin zum regelmäßigen Besuch von Swingerclubs, bei denen man sowohl "alte Bekannte" wie auch unbekannte Swinger trifft.
Diese Lebensform kann ohne weiteres für Viele, sehr befriedigend sein, hat aber mit unserem Leben als Wifesharer oder gar Cuckold, wenig zu tun.
Nach der Freigabe, der Pornografie für Erwachsene, im Jahre 1975, wurde diese Lebensart noch dadurch erleichtert, das Zeitschriften wie, Weekendsex, Happy Weekend usw. so wie auch Wochenzeitungen, wie St.Pauli-Nachrichten, die Kontaktaufnahme erleichterten.

Heute hat fast jede Tageszeitungen in dem Annoncenteil, Rubriken zur Partnersuche.
Die Formen des sexuellen Verhaltens sind dabei sehr weit gefächert und annähernd jede sexuellen Praktik ist dabei zu finden.
Dabei gibt es z.B. das zwei Paare ihre Partner tauschen, wobei der Reiz darin besteht, einerseits Geschlechtsverkehr mit fremden Personen zu haben, aber auch gleichzeitig den eigenen Partner beim Geschlechtsverkehr, beobachten zu können.

Für viele ist es auch die Möglichkeit, sich eventuell schon lange vorhandene Träume vom gleichzeitigen sexuellen Benutzen oder Benutzt werden, von mehreren Personen, zu erfüllen.

Sogenannte Gang Bang Feten, sind keine Seltenheit. Verpönt aber nicht ausgeschlossen, sind allerdings tiefergehende Verbindungen, die eventuell bestehende Partnerschaften gefährden könnten.

Oftmals haben sich auch größere Gruppen gebildet um den gemeinsamen Sex zu genießen.
Das blieb dem Kommerz natürlich nicht lange unbeachtet und schnell bildeten sich die ersten kommerziellen Clubs. In vielen dieser Clubs, haben einzelne Frauen, in der Regel freien Eintritt.
Es gibt einzelne Frauen , die gerne in Clubs mit Männerüberschuss kommen. Paare haben meist einen Eintrittspreis der die gastronomischen Angebote beinhaltet.
Einzelne Männer sind natürlich auch gern gesehen, müssen aber im Regelfall, erhöhten Eintritt entrichten. Finanziert werden diese Clubs durch die Eintrittsgelder und durch die Erlöse, der meistens angeschlossenen Gastronomie.

Die meisten Clubs werben mit dem Slogan "Alles kann, nichts muss." was dazu führt , das viele Besucher nur kommen, um ihren voyeuristischen - oder exhibitionistischen - Neigungen auszuleben, auch dafür sind die meisten Clubs offen.
Aber gemeint wird damit, dass alle sexuellen Spielarten zwar erwünscht sind und toleriert werden, aber jeder das Recht hat, auch nein zu sagen, ohne das es ihm angekreidet wird. Sollte ein Gast aber zu viel fordern, muss er auch akzeptieren, das er nicht in einem Bordell ist und nur für die Benutzung der Räume und für die Gastronomie bezahlt hat und keinen bezahlten Sex.

Total ausgeschlossen, sollten bei dieser Lebensweise, tiefere Beziehungen zwischen den fremden Partner sein.